“ Erst die Grenzen des Sagbaren lassen uns das Wesentliche erahnen. ”

Inspiration

[ Rainer Maria Rilke - Duineser Elegien ]

WER, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel

Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme

einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem

stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts

als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,

und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,

uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich.

    Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf

dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermögen

wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht,

und die findigen Tiere merken es schon,

daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind

in der gedeuteten Welt.

Über meine Arbeit

Im Zentrum meiner Arbeit steht das Interesse am Unsagbaren.

An all den Dingen, die sich der Sprache entziehen und im Zwischenraum von Werk und Wahrnehmung existieren.

Meine Kunst möchte keine benennbaren Aussagen formulieren, sondern einen Zustand eröffnen: Das flüchtige Gefühl, einer künstlerischen Seele für einen Augenblick nahe zu kommen.